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Die IFL-Liste „Frei wählbare Arbeitspositionen“ dient den Werkstätten und Sachverständigen als ergänzende Hilfestellung zur vollständigen und fachgerechten Kalkulation von Unfallschäden. Die Liste als PDF-Datei kann hier herunter geladen werden.

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Lfd-Nr. Benennung der Position Umfasstext Empfohlener IFL-Richtwert / Arbeitszeit in AW (10er-System).
Was ist zu beachten?
Empfohlener Materialaufwand
(alle Preise Netto)
Empfohlene Nachweise und Zustatzinfos
1 Steinschlagschutz am Schweller komplett entfernen und erneuern Umfasst: Steinschlagschutz im Schwellerbereich mechanisch (z .B. Induktionsgerät) entfernen, Schwellerbereich reinigen, ggf. schleifen und grundieren, Steinschlagschutz erneuern 8 AW Audatex: RFC-66 Klebe/Dichtmaterial
DAT: Zus.-Pos.: 99050 U-Schutz oder 99041 Dichtmaterial
2 Kalibrierungsfahrt (nicht Probefahrt) Bei Ersatz von Kamerasystemen müssen diese neu kalibriert werden. Für die Selbstkalibrierung ist es erforderlich mit dem Fahrzeug im Straßenverkehr zu fahren, bis die Selbstkalibrierung abgeschlossen ist. Die Dauer der Kalibrierungsfahrt hängt von den Fahrbahnbedingungen und den örtlichen Gegebenheiten ab. Siehe auch Temi 16/2015 tagesaktuelle Herstellerrichtlinien berücksichtigen Dokumentation des erforderlichen Aufwandes durch Diagnose-Tester.
3 Fehlerspeicher auslesen vor der Reparatur GFS (Geführte Fehlersuche) = Geführte Funktion zur Schadensfeststellung bzw. Systemkontrolle / Fehler lokalisieren / Steuergeräteprogrammierung speichern mit Hilfe von Fahrzeugdiagnosesystemen. 3 AW Plausibilität/Verknüpfung zum Schaden-EInfluss auf Assistenzsysteme prüfen / Dokumentation durch Protokoll-Diagnose-Tester
4 Fehlerspeicher auslesen (nach der Reparatur) GFS = Geführte Funktion (Sicherheitscheck, löschen der evtl. gesetzten Fehler, die durch den Aus-/Einbau verschiedener Bauteile und mögliche Fahrzeugbewegungen (Lackierkabine) entstanden sind). Batteriestützbetrieb nicht enthalten. 5 AW entfällt
5 Einstellarbeiten/Fahrwerks-Vermessung (Erschwerniszuschlag) Erschwerniszuschlag für schwer zugängliche oder korrodierte Achsteile, welche sich nur schwer oder nur sehr aufwendig lösen lassen (altersbedingt). 2 AW je Schraube Fotodokumentation
6 Kabelinstandsetzung Kabelinstandsetzung nach Herstellervorgabe / Instandsetzungskits oder Reparatursätze (Glasfaserkabel) / Steckverbinder, Stecker oder Einzelinstandsetzung Richtwert: 2 AW / Lize laut ET.-Auflistung / Fotodokumentation
7 Karosserie- Eingangsvermessung zur Schadenfeststellung Umfasst: Fahrzeug auf Vermessungsstand fahren, Eingangsvermessung durchführen und dokumentieren.
Siehe auch Temi 08/2015.
8 AW Erforderlichkeit dokumentiert durch: Deutsche Komission AZT-2015 / Gemeinsame Erklärung BVSK-ZDK-ZKF 2017 / Herstellervorgaben
8 Kältemittel/Klimaanlage R 134a / R 1234yf Besonderheit Kasko: AKBs auf Ausschluss z.B. von Betriebsmitteln überprüfen!
Vorgaben der Fahrzeughersteller/ Importeure beachten!
Aus aktuellen Preisentwicklungsgründen kann keine
Empfehlung bzgl. der Kosten abgegeben werden.
Siehe auch Preisentwicklung R134a.
9 Steinschlagschutzfolie erneuern Umfasst: Klebebereich reinigen, Folie anpassen, aufkleben und blasenfrei andrücken. 5 AW / Folie 10 – 30 Euro / Fotodokumentation
10 Antidröhnmatte/Türen (Zubehör) Umfasst: Klebebereich reinigen, Antidröhnmatte zuschneiden, anpassen, aufkleben und andrücken. 1 AW/Matte zzgl. Material 8,50 Euro/Matte a 50 cm x 50 cm Fotodokumentation / Bei verschiedenen Herstellern sind Dämmmaterialien bereits im Neuteil enthalten / vorhanden.
11 Hohlraumschutz Umfasst: Karosserieteil Hohlraumkonservieren 3 AW/Teil zzgl.1 AW pro weiteres Teil Datenfile-Informationen der Fahrzeughersteller prüfen!
Material über Audatex: RFC-72 Hohlraumschutz Teile.Rep. /
DAT: Zus.-Pos.: 99051 Hohlraumschutz (1)
12 Unterbodenschutz Umfasst: Karosserieteil Unterbodenschutz auftragen inkl. Abdeckarbeiten. 3 AW/Teil zzgl. 1 AW pro weiteres Teil Datenfile-Informationen der Fahrzeughersteller prüfen!
Material über Audatex : RFC-70 Unterbodenschutz Teile.Rep. / DAT: Zus.-Pos.: 99050 Unterbodenschutz (1)
13 Farbtonfindung Lacksystem: Hersteller / Schwacke AZT, Umfasst: Farbtonsuche lt. Farbcode, Farbfächer oder Farbmessgerät (z.B. Genius, Magic…). Je nach Reparaturlackhersteller gibt es individuelle Informationen zum Farbton und dessen Besonderheiten (Onlinedatenbanken).

Achtung! Bei Kalkulation nach Hersteller: Temi 12/2012 beachten!

2 AW / Farbton Farbtonfindung: findet aktuell in keinem Lacksystem Berücksichtigung (AZT unter Zusatzarbeiten ist nur das Auffinden des Farbcodes am Fahrzeug aufgeführt)
Beachte: Temi 14/2018. Bei verschiedenen Fahrzeugherstellern kann ggf. der erste Versuch “Farbton mischen/Musterblech lackieren” in der Lackiervorbereitungszeit enthalten sein. Jeder weitere Versuch muss zusätzlich kalkuliert und berechnet werden.
Überprüfung: Datenfile-Informationen
Nachweis: Fotodokumentation / Ausdruck Mischkomputer-Vorgaben bzw. Verarbeitungshinweise des Reparaturlack-Herstellers.
Materialaufwand: Vorgaben zu Mindestmischmengen beachten! Wird die Mindestmischmenge unterschritten, verändert dies den Farbton!
Musterblech: á 2,50 €
Lackmaterial: 12,50 € (Charche entsorgen)
14 Farbtonfindung / weiterer Farbton Hersteller / Schwacke AZT, Umfasst: Farbtonsuche lt. Farbcode, Farbfächer oder Farbmessgerät (z.B. Genius, Magic…). 2 AW / Farbton
15 Farbton anmischen Hersteller, Umfasst: Farbton laut gewählter Rezeptur zusammenstellen und anmischen.

Achtung! Bei Kalkulation nach Hersteller: Temi 12/2012 beachten!

3 AW / Farbton
16 Farbton anmischen / weiterer Farbton Hersteller / Schwacke AZT, Umfasst: Farbton laut gewählter Rezeptur zusammenstellen und anmischen. 3 AW / Farbton
17 Farbmuster herstellen Hersteller / Schwacke AZT, Umfasst: Farbmusterblech reinigen, geeignet befestigen und entsprechend vorbehandeln, Basislack und Decklack auftragen, Spritzpistolen reinigen.

Achtung! Bei Kalkulation nach Hersteller: Temi 12/2012 beachten!

3 AW / Musterblech
18 Farbmuster herstellen / weiterer Farbton Hersteller / Schwacke AZT, Umfasst: Farbmusterblech reinigen, geeignet befestigen und entsprechend vorbehandeln, Basislack und Decklack auftragen, Spritzpistolen reinigen. 3 AW / Musterblech
19 Fehlersuche Umfasst: Alle Aufwendungen, die notwendig sind, um einen Fehler bzw. eine Ursache zu ermitteln (Geräusche, Vibrationen, Gerüche, mechanische Fehlfunktionen, elektrische Störungen etc.), welche eine Störung oder Unregelmäßigkeit verursachen. 5 AW Grundzeit, weitere AW nach Aufwand ggf. separate Zeiterfassung mit Dokumentation und Fotos.
20 Schrift und Folien Umfasst: Alte Folien, Beschriftung oder Werbelackierung mechanisch entfernen, Bereich von Kleberesten reinigen, nach der Lackierung neue Folien/Beschriftung anbringen inkl. angrenzender Flächen. nach Aufwand Nachweis durch Fotodokumentation!
21 Kennzeichenbeschaffung
Landratsamt
Umfasst: Alle Aufwendungen, wie Hin-/ Rücktransport zur entsprechenden Behörde sowie Kosten für Kennzeichenprägung und Stempel. Branchenüblich:
Beschaffung: 35,- €
Kennzeichen: 18,- €
Nachweis: Dienstleister/Fremdleistung (aber keine gesetzliche Verpflichtung zur Offenbarung)
22 Feinstaubplakette Umfasst: Alle Beschaffungsaufwendungen (Dokumentationen), das Beschriften und Verkleben der Feinstaubplakette an der WSS.
Beachte: Kaskobedingungen des Kunden, ggf. Kunden darüber aufklären, dass die Plakette nicht vom Versicherer bezahlt wird!
5,88 € netto zzgl. Beschaffung nach Aufwand (örtliche Gegebenheiten). Nachweis: Dienstleister/Fremdleistung (aber keine gesetzliche Verpflichtung zur Offenbarung)
23 Leihgebühr Umfasst: Alle Aufwendungen für die Beschaffung und Leihgebühren für Sonder- oder Spezialwerkzeuge (z .B. Nietzange, Mietbox Klima). Branchenüblich:
15% Aufschlag
Nachweis: Dienstleister/Fremdleistung (aber keine gesetzliche Verpflichtung zur Offenbarung)
24 Zusatzaufwand Einpassarbeiten Umfasst: Alle Arbeiten, welche zusätzlich zu den Positionen Aus / Einbau / Erneuerung / Instandsetzung notwendig sind. (Mehrmalige De- /Montage der betreffenden Bauteile wie Türen / Klappen inkl. Anbauteile, wie Schlösser oder Dichtungen und Scharniere) z. B. nach Erneuerung A.- oder B.-Säule, z .B. Stoßfänger, Scheinwerfer oder Rückleuchten nach Front- bzw. Heckschaden etc. Nach Aufwand ggf. separate Zeiterfassung Achtung: Bitte unbedingt die Hersteller-Reparaturanleitung beachten, bei einigen Herstellern ist das einmalige Handling bzw. Einpassen bereits in der Zeitvorgabe “Erneuern” inbegriffen.
25 Lackiervorbereitung / Lackierung Kleinteile (diverse) Umfasst: Alle Aufwendungen zur Lackiervorbereitung (Reinigung, Schleifen, Grundieren, Füllern, Abdeckarbeiten) sowie Lackierung “diverser” Kleinteile, wie Scharniere an Türen, Front- und Heckklappen, Abstandshalter, Winkel etc. Einmalige Vorbereitungszeit / 6 AW zzgl. 2 AW pro Teil Lackierung Achtung: NUR KLEINTEILE!
26 Mehraufwand bei der Demontage von Bauteilen an stark beschädigten Fahrzeugen. Umfasst: Alle Aufwendungen, die bei der Demontage von stark beschädigten Fahrzeugen (z.B. Vorbau) notwendig sind, um eine Schadensaufnahme gewährleisten zu können oder um an verschlossene Bereiche wie Motorraum, Kofferraum oder Fahrzeuginnenraum zu gelangen. Aufhebeln von Schlössern, verkeilte Bauteile wie Motorhauben lösen, geborstene Kunsstoffabdeckungen und Glasteile entfernen, verkeilte Türen öffnen. Diese Arbeitszeit muss schadensbedingt bestimmt werden Nachweis durch Fotodokumentation.
27 Entsorgungskosten Betrifft: Entsorgungskosten für Altglas, Batterien, Kunststoff, Altmetall, Altöl, Treibstoff etc.
(Handlingsaufwand ggf. Teile zerlegen, sortieren und lagern, oder Verbringung zur Entsorgung)
Achtung: Vorgaben der Verordnungen, z.B. Gefahrstoffe usw. beachten!
Pauschal oder Einzelnachweis.
Aufschläge sind branchenüblich!
Nachweis: Dienstleister/Fremdleistung (aber keine gesetzliche Verpflichtung zur Offenbarung) – Nachweis kostenpflichtig, wenn Versicherung diesen Anfordert!
Achtung: Kaskobedingungen auf evtl. Ausschlüsse überprüfen!
28 Bohrer hochfester Stahl Durch den verstärkten Einsatz von hochfesten Stählen im Karosseriebau werden erhöhte Anforderungen an die Werkzeugbeschaffenheit gestellt. Die herkömmlichen Metall/ Schweisspunktbohrer haben demzufolge eine geringere Standfestigkeit.
Siehe auch Temi 21/2016.
35,70/Stück
29 Dämm- und Füllschaum laut Herstellervorgabe injizieren Je nach Fahrzeugmodell und Hersteller sind die Hohlräume der A-, B-, C-, D-Säulen oder auch Schwellerbereiche mit Füllschaum/Akustikschaum ausgefüllt. Dieser Füllschaum muss nach der Instandsetzung/Erneuerung von Bauteilen in diesen Bereichen neu injiziert werden. Ggf. müssen hier weitere Teile oder Abdeckungen (Innenraum) demontiert und der Füllschaum durch entsprechende Öffnungen eingebracht werden. 3 AW / Bauteil Die Umfasstexte in den Kalkulationssystemen sind meist nicht aussagefähig!
Überprüfen Sie immer die tagesaktuellen Reparaturanleitungen der Fahrzeughersteller/Importeure!
30 Fahrzeug reinigen vor Reparatur (nicht Reinigung vor Lackierung) Betrifft: Unfallfahrzeuge, die im Unterbodenbereich oder Frontbereich (Motorraum) o. ä. durch Erde, Tierkadaverreste oder ausgetretene Betriebsstoffe so stark verschmutzt sind, dass diese vor der Instandsetzung und speziell zur Schadenaufnahme vorgereinigt werden müssen. 5 AW Nachweis durch Fotodokumentation!
31 Aufnahmepunkte für Richtwinkelsatz am Karosserieunterboden im “nicht sichtbaren Bereich” versiegeln, nach der Reparatur Betrifft: Fahrzeuge, welche zur Instandsetzung und den damit verbundenen Arbeiten am Fahrzeug mittels Hebevorrichtung (Hebebühne) oder diversen Spannvorrichtungen (Schwellerkrallen) angehoben bzw. verspannt wurden. Die Aufnahmepunkte an den Karosserieunterböden müssen nach der Instandsetzung neu versiegelt werden, um den Originalzustand wieder herzustellen und um Korrosion in diesen Bereichen vorzubeugen (teilweise Nachlackierung kann notwendig werden). im nicht sichtbaren Bereich 6 AW / alle Aufnahmepunkte oder nach Aufwand zzgl. Verbrauchsmaterial (Grundierung, Wachs, U-Schutz)
32 Aufnahmepunkte für Richtwinkelsatz am Karosserieunterboden versiegeln im “sichtbaren Bereich”, nach der Reparatur Betrifft: Fahrzeuge, welche zur Instandsetzung und den damit verbundenen Arbeiten am Fahrzeug mittels Hebevorrichtung (Hebebühne) oder diversen Spannvorrichtungen (Schwellerkrallen) angehoben bzw. verspannt wurden. Die Aufnahmepunkte an den Karosserieunterböden müssen nach der Instandsetzung neu versiegelt werden, um den Originalzustand wieder herzustellen und um Korrosion in diesen Bereichen vorzubeugen (teilweise Nachlackierung notwendig). im sichtbaren Bereich 10 AW zzgl. Verbrauchsmaterial (Grundierung, Steinschlagschutz, Basislack, Klarlack)
33 Felge reinigen Umfasst: Felge vor Instandsetzung / Lackierung reinigen
(manuell oder maschinell).
2 AW / Felge
34 Felge LI Umfasst: LM-Scheibenrad zur Lackierung vorbereiten/schleifen, grundieren ,füllern, schleifen, reinigen, abdecken,Teil ausgebaut, Lackierung St.3 (ohne Instandsetzungszeit), Reifen lackierseitig abgedrückt. 12 AW / Felge zzgl. 18,- € Verbrauchsmaterial (Abdeckmittel, Grundierung, Schleifmittel, Basislack, Klarlack)
35 Steinschlagreparatur Windschutzscheibe Vorbereitung der WSS für die Reparatur; Reinigen der Schadstelle, Auffüllen der Schadstelle mit Harz, Vakuum über der Schadstelle zum erneuten Auffüllen mit Harz, Aushärten mit UV, Schadstelle glätten und polieren 1. Steinschlag 85,- €, jeder weitere Steinschlag 40,- € inkl. Material siehe Glasresolution der DeKoLaKa 04/2014
36 2K Karosseriekleber (für Seitenteil/Radhaus) Materialart + Anzahl der benötigten Kartuschen (immer komplette Kartusche). entfällt wenn keine Herstellerinformationen vorliegen 48,65 € pro angefangene Kartusche
37 Reifendruckkontroll-
sensoren
Zusatzaufwand bei Fahrzeugen mit RDKS / Anlernen / Auslesen (kann lt. Fachpresse von 15 min. auf ca. 45 min. ansteigen) herstellerbedingt unterschiedlich.
Bitte beachten: Ein funktionsfähiges RDKS ist Bestandteil der Betriebserlaubnis des Fahrzeuges. Die korrekte Funktion muss nach jedem Eingriff durch die Werkstatt sichergestellt sein. Eine entsprechende Dokumentation des RDKS vor und nach der Durchführung von Wartung, Diagnose, oder einer Unfallinstandsetzung stellt demnach eine Absicherung im Rahmen der Haftung und Gewährleistung dar.
Gesamtzeit 8 AW (3 AW Auslesen bzw. Definieren der verbauten RDKS + 5 AW Kalibrierung der RDKS) Empfehlung Arbeitsablauf:
1. Check de Warnleuchte im Display – wenn Lampe leuchtet, ist eine Diagnose notwendig, um zu erkennen, ob es sich um ein Systemfehler handelt, oder ien Druckverlust vorliegt.
2. Kontrolle des Ventils (Dichtung beschädigt? Korrosion?)
3. Scannen der Sensoren: Diagnose mit Programmierwerkzeug
4. Dokumentation: Ergebnis des Scan
5. Ausführen Kundenauftrag
6. Dokumentation: Übergabezustand des RDKS – Zustand darf nicht schlechter sein als im Abgabezustand – Info an Kunde!
38 Trocknungszeiten BMW-Vorgabezeiten bei Karosseriearbeiten Trocknungszyklen laut Herstellervorgabe bei Erneuerung (Bsp.:Seitenteile hinten links/rechts). 3 AW / Klebestelle (Heizmatten-Zeitzyklen nach Herstellervorgabe) Achtung: In 2018 wurde das Fügeverfahren durch BMW modellübergreifend angepasst!
Siehe auch Temi 08/2018.
39 Fahrzeugbatterie ab-/anklemmen (ohne Nebenarbeiten) Sonderfall: Multi-Batterie-System (zwei, oder mehr) 2 AW
Vorgaben zum Batteriestützbetrieb beachten!
Beachte: Beim Abklemmen der Batterie können in einigen Steuergeräten Fehler im Fehlerspeicher gesetzt werden. Diese sind nach der Inbetriebnahme zu löschen. Weiterhin können Bordcomputer, Tageskilometerzähler, Kraftstoff-Verbrauchsanzeige, ggf. Sitz- und Spiegeleinstellung, Schiebedacheinstellung, Fensterheber, Lenkung, Uhr, Kalender, Kompass usw. die aktuellen Daten verlieren. Funktionalität der FAS überprüfen!
40 Korrosionsschutz vor Spachtelarbeiten / Abdichtarbeiten Korrosionsschutzbehandlung vor Spachtelauftrag zur Qualitätssicherung und Einhaltung von Gewährleistungsvoraussetzungen der Fahrzeughersteller. Prozesssicherheit und Einhaltung der Vorgaben der Reparaturlackhersteller und Anbieter von Karosseriespachtelmaterialien. Herstellung Übergabezustand Karosserie an Lack. 3 AW Achtung: Unterschied Metallspachtel zu Polyesterspachtel und/oder Spritzspachtel! Metall- oder Diamant-Aluminium-Spachtelmassen werden grundsätzlich auf metallisch blanke und möglichst rauhe Metalloberflächen aufgebracht. Spritz- bzw. Polyesterspachtel wirken Hydrophil (saugen Feuchtigkeit auf), deshalb müssen metallisch blanke Untergründe vorab isoliert werden. Hier kommt z. B. bei VW ein 2K Washprimer zum Einsatz. Zu beachten sind die jeweiligen Verarbeitungshinweise und Vorgaben der Fzg.-Hersteller/Importeure und der Reparaturlackhersteller bzw. Anbieter von Spachtelmaterialien.
Sicherheit: Das Herstellen des Übergabezustandes “Karosserie an Lack” ist klar definiert von den meisten Fahrzeugherstellern und vom AZT. Die dafür benötigte Arbeitszeit ist vom Grundsatz her in den Karosseriezeiten enthalten. Wenn diese Arbeiten im Karosseriebereich durchgeführt werden, ist darauf zu achten, dass die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen und Vorgaben des Umweltschutzes eingehalten werden. Abdichtarbeiten nur auf grundierten Untergründen!
Siehe auch Temi 13/2018.
41 Vorlackierung (3-4 Schichtlackierung) Zusatzaufwand für Vorlackierung (hell oder dunkel) von nichtdeckenden bzw. schwer reproduzierbaren Farbtönen. Nach Lackkalkulationssystem AZT einmal zusätzlich die Position “Oberflächenlackierung”.
Bei den Auflistungen der Lackschichten der Fahrzeug- und Reparaturlackhersteller sind die Füllerlevel bzw. Vorlackempfehlungen nicht enthalten.
In der automobilen Serienproduktion werden Grauabstufungen als ideale Untergrundfarbtöne bei schlecht deckenden Farbtönen und Pigmenten eingesetzt (schwer reproduzierbare Farbtöne).
Reparaturlackhersteller haben deshalb alle Farbtöne einem entsprechenden Untergrundfarbton zugeordnet (“Color Level”). Alle Reparaturlackhersteller haben Einsatzempfehlungen für innovative Reparaturprozesse. Optimale Kombinationen zwischen dem Untergrund-Farbton und dem Decklack-Farbton dienen der Verbesserung der Deckkraft, reduzieren gleichzeitig den Decklackverbrauch und führen so zu besseren Ergebnissen.
Achtung: Die Farbtöne der Untergründe werden von den Farbtonmessgeräten mit gemessen.
Die Mischformeln sind abgestimmt auf die Farbtöne der Untergründe.
42 Mehraufwand für EDV-gestützte Richtbank Kosten für Update, Software, Technik max. 65,- €
Nachweis: Protokoll
43 Sonderausstattung (SAS oder ACC) Zusatzaufwand bei Fahzeugen mit modernen Fahrerassitenzsystemen (Radarsensoren) die z.B. in Stoßfängerverkleidungen verbaut sind. Dazu müssen vor/nach der Lackierung entsprechende Ausschnitte für die Positionierung dieser Systeme eingebracht werden. Falls keine Herstellerinformationen vorliegen 5 AW Fotodokumentation (Anlieferungszustand Neuteil).
Aktuell bei einigen Fahrzeug-Modellen/Ausstattungen bis zu 6x Löcher für Sideview möglich. Verschiedene Hersteller haben ausgefallene Formen (oval) oder mit speziellen Aussparungen versehen. Hier muss teilweise manuell nachgearbeitet werden – wenig Toleranz, da das Lackmaterial Einfluss auf die Funktionsfähigkeit der Sensoren haben kann! Tagesaktuelle OEM-Reparaturhinweise überprüfen! Verklebungen von Haltern für Sensoren-Dokumentieren. Spezialwerkzeug erforderlich!
44 Zusatzaufwand Stoßfänger-Neuteile (fehlende Öffnungen für Zusatzausstattungen FAS) Einbringen von Öffnungen, Ausschnitten oder Löcher in Stoßfänger-Neuteile für Zusatzausstattungen wie PDC-Sensoren, Abstandswarner-Radarsensoren, Gummipuffer für Heckklappenführungen usw. Falls keine Herstellerinformationen vorliegen 5 AW für 4x PDC-Sensorlöcher einbringen /
3 AW für 2x Sensoren Parkassystent /
3 AW für 2x Sensoren
12 AW für Sideview
45 Bearbeitungs-/Sicherheitsgerüst Sonderaufwand für das Aufstellen/Umsetzen eines erforderlichen Sicherheits-Gerüstes zum Bearbeiten von Fahrzeugdächern, Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochdächern, Sonderaufbauten o. ä. (mehrmaliges Umsetzen z. B. von der Karosserieabteilung in die Lackiererei und zurück) nach Aufwand ggf. Leihgebühren
Dokumentation über separate Zeiterfassung
Vorgaben der UVV
46 Klimaanlage auf Dichtigkeit prüfen Klimaanlage vor dem Befüllen im Überdruckbereich (10 bar) mittels Stickstoff oder Formiergas und Lecksuchgerät auf Dichtigkeit prüfen. Dokumantation ausfüllen und archivieren.(nicht automatische Dichtigkeitskontrolle durch Klimaservicegarät). 4 AW 25,- €
Dokumentation gesetzlich vorgeschrieben.
Siehe auch Temi 02/2015, Temi 09/2015, Temi 10/2015, Temi 09/2016
47 Bremsenprüfstand Fahrzeug auf Bremsenprüfstand verbringen, Kontrolle und Überprüfung der Bremsanlage, Dokumentation 3 AW Dokumentation
48 Rüstzeit für Aussenausbeulsysteme (Miracle etc.) Fahrzeug auf geeignete Hebebühne absetzen, Ausbeulsytemwagen zum Fahrzeug verbringen und 380 V Verbindung herstellen, Zusatzmassepunkt setzen, individuelle Anpassung der Zugbrücke auf die Größe der zu bearbeitenden Beschädigung, nach Beendigung der Arbeiten Zusatzmassepunkt verschleifen und Arbeitsgerät verbringen.
Siehe auch Temi 06/2015.
5 AW Dokumentation
49 Zusatzaufwand für Abtrennen nicht benötigter Zusatzteile Bei Fahrzeugherstellern, die Neuteile z. B. Seitenwände nur kplt. mit Regenrinne und/oder Rückleuchtenaufnahme ausliefern. Teile die unfallbedingt nicht benötigt werden, müssen aufwendig abgetrennt werden (Bohren oder Schleifen, die Bearbeitungsstellen müssen zusätzlich korossionsgeschützt werden (Laserschweißnähte). nach Aufwand (Anlieferungszustand) Dokumentation
Siehe auch Temi 05/2015.
50 Zusatzaufwand Gasanlagen (bei nachträglich montierten Gas-Anlagen) Sicherheitsmaßnahmen/Vorkehrungen bei Fahrzeugen mit Gasanlagen (Anschlüsse für die Gastanks befinden sich zumeist unter den hinteren Stoßfängerabdeckungen). schadenbedingt Dokumentation
51 Abdichtarbeiten nach Bauteil-Instandsetzung Zusätzliche Abdichtarbeiten an Falzen und Nähten nach Instandsetzungsarbeiten oder Erneuerung von Karosserieteilen (Motorraum, Seitenteile, Heckabschlussblech usw. (diese Arbeiten sind oft in den Herstellerunterlagen nicht aufgeführt)
Hinweis: Gilt nicht bei Neuteilen!
nach Aufwand Dokumentation
52 Demontagearbeiten Zusatzarbeiten/Demontagearbeiten zur Karosserieinstandsetzung (z. B. Motarraum: Steuergeräte, Wasser-Klima-Leitungen, Kabelbäume etc. freilegen, umlegen, abdecken/schützen) schadenbedingt Dokumentation
53 Dichtungen Zusatzaufwand Zusatzaufwand für Tür-/Klappendichtungen (vorrangig Fahrzeuge aus dem asiatischen Raum), bei denen die Clipse oder Klammern nach der Demontage am Karosserieteil verbleiben und aufwendig entfernt und in die wiederverwendbare Dichtung eingebracht werden müssen – Fotodokumentation! nach Aufwand Dokumentation
54 Umbau Scheinwerfer (Xenon und LED ) Zusatzaufwand bei Erneuerung der Hauptscheinwerfer (Xenon, LED usw.) Umbau der Vorschaltgeräte, Leuchtmittel, Lüfter etc. (soweit nicht bereits in den Herstellerzeiten enthalten) 4 AW / Scheinwerfer Dokumentation
55 Infrarottrockner speziell vom Hersteller (Herkules) vorgeschriebenen Schutz/Abdeckarbeiten 4 AW / Auftrag
56 Batteriestützbetrieb (zur GFS/Geführten Fehlersuche) Aufrechterhaltung der Batterieladespannung vor Abklemmen der Batterie. Während der GFS/Geführten Funktion – Auslesen des Fehlerspeichers. Bei Kalibrierung und Justage von Fahrerassistenzsystemen, Scheinwerfer einstellen und anlernen, Luftfederfahrwerke kalibrieren, Fehlersuche usw. Keine automatische Vorgabe in den Kalkulationssystemen.
Nicht immer besteht eine Verknüpfung der Arbeitspositionen/ Verbundarbeitszeit “Fehlerspeicher auslesen” mit “Batterieladeerhaltung”. VIN-Abfrage notwendig. Umfasstexte überprüfen!
einmalig pro Auftrag Tagesaktuelle Fahrzeughersteller-Informationen prüfen!
Möglichst digitale Dokumentation.
57 Mehrfarblackierung Zusatzaufwand für Lackier-Vorbereitung und Material (zuzäglich Farbton mischen/Farbmuster und entgültige Farbtonfindung) nach Aufwand nach Aufwand
58 Mattlackierung (nicht außen) Zusatzaufwand für Innenteil oder Innenraumlackierung (Motorraum, Kofferraum, Fahrzeuginnenraum). nach Aufwand Dokumentation
59 Belegungsaufwand-Mehrfachbelegung Lackierkabine/Trockenkabine Mehraufwand für doppelte Belegung der Lackierkabine pro Auftrag/Fahrzeug (Reinigung, Aus-/Einräumen, Fzg./Teile-Bewegung, teilw. mehrere Mitarbeiter notwendig) 6 AW pro erforderlicher Zusatzbelegung Dokumentation
60 Schutzwachs und Konservierungsmittel entfernen Einzelne Bauteile vor der Bearbeitung / Lackierung von Schutzwachs und/oder Konservierungsmittel reinigen (manuell, mittels Reinigungsmitteln, Lappen oder anderen Hilfsmitteln) nach Aufwand Dokumentation
61 zusätzliche Abdeckarbeiten / Lackiervorbereitung Zusatzaufwand für Abdeckarbeiten Frontscheiben, Heckscheiben, Seitenscheiben, Türscheiben, Fensterausschnitte, Türausschnitte, Klappenöffnungen.
(Diese Aufwendungen werden in den Kalkulationssystemen nur teilweise oder nur bei verschiedenen Lackstufen automatisch berücksichtigt)
4 AW / Öffnung-Scheibe Nach Aufwand.
Die Vorbereitungszeit zur Lackierung wird nur einmalig pro Auftrag berücksichtigt. Mit jedem zusätzlich zu lackierenden Teil erhöht sich jedoch der Aufwand für die erforderlichen Abdeckarbeiten.
62 Gutachterhilfestellung/ Beweissichernde Unfallschadenbegutachtung Zeitaufwand für anlassbezogene Zurverfügungsstellung von Werkstattpersonal und Einrichtungen für die Unfallschaden-begutachtung. Zu berücksichtigen sind örtliche Gegebenheiten, Fahrzeugbewegung, Fremdstarten, Zugänglichkeit Motor-Innen- oder Kofferraum, Fahrzeug anheben, Beschaffung und Zurverfügung stellen von Kunden- und Fahrzeugdaten. nach Aufwand Nicht enthalten: eine sachverständigerseits für erforderlich gehaltene Teildemontage, zwecks optimaler Schadenfeststellungsmöglichkeit
63 Mehraufwand Kältemittelanalyse bei Anlagen mit R134a oder R1234yf Nicht Bestandteil der Arbeitsposition “Klimaanlage entleeren und befüllen”. Vor Absaugung des Kühlmittels, Entnahme einer Probe zur Identifizierung des im Kühlkreislauf verwendeten Kältemittels. Dies dient außerdem dem Schutz des Klimagerätes vor Kontamination. R134a und R1234yf dürfen nicht vermischt werden. Fahrzeuge sind auf ein definiertes Klimakältemittel typgenehmigt.
Fzg-Daten eingeben, Protokoll ausdrucken, archivieren.
Siehe auch Temi 09/2016.
2 AW / Auftrag Vorgaben der Fahrzeughersteller/Importeure und der Klima-Gerätehersteller beachten!
64 Setztfahrt / Rundfahrt Nach Erneuerung von Achsteilen (Vorder- und/oder Hinterachse bzw. Lenkungsteilen Fahrzeug voreinstellen, Setzfahrt durchführen), bevorzugt auf unebener Fahrbahn, danach korrekte Einstellung der Achsen. 6 AW pro Auftrag Keine pauschalen Probefahrtpositionen! Zur Vermeidung von Kürzungen empfiehlt die IFL prinzipiell die Art/Bezeichnung, die technische Erforderlichkeit und die zeitliche Aufwendung entsprechend zu deklarieren. Die nebenstehenden IFL-Positionen für diverse Arten von “Probefahrten” stellen Alternativvorschläge dar und sollen erkennbar den Sinn und Zweck verschieder Arten von “Überprüfungsfahrten” erläutern. Abgestimmt auf in K&L Betrieben gängige Reparaturen, verbessern diese die Transparenz. Zuzüglich möglicher Dokumentationen verhindert die Anwendung spezifischer Positionen unnötige Diskussionen. In den Kalkulationssystemen steht den Anwendern lediglich eine Zusatzposition (Pauschal) “Probefahrt” zur Auswahl zur Verfügung.
65 Sicherheitsfahrt/
Einmessfahrt
Abschließende Überprüfungsfahrt nach Fahrwerks-Einstellarbeiten, zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit u. Verkehrssicherheit sowie korrekter Funktionen aller relevanten Bauteile. nach Aufwand Keine pauschalen Probefahrtpositionen! Zur Vermeidung von Kürzungen empfiehlt die IFL prinzipiell die Art/Bezeichnung, die technische Erforderlichkeit und die zeitliche Aufwendung entsprechend zu deklarieren. Die nebenstehenden IFL-Positionen für diverse Arten von “Probefahrten” stellen Alternativvorschläge dar und sollen erkennbar den Sinn und Zweck verschieder Arten von “Überprüfungsfahrten” erläutern. Abgestimmt auf in K&L Betrieben gängige Reparaturen, verbessern diese die Transparenz. Zuzüglich möglicher Dokumentationen verhindert die Anwendung spezifischer Positionen unnötige Diskussionen. In den Kalkulationssystemen steht den Anwendern lediglich eine Zusatzposition (Pauschal) “Probefahrt” zur Auswahl zur Verfügung.
66 Wind-Geräusche Prüffahrt Spezielle Fahrzeugbewegung, vorwiegend auf Autobahnen oder Schnellstraßen mit teils höheren Geschwindigkeiten, zur Ermittlung von Windgeräuschen und deren Ursachen. Zweiter Mitarbeiter/Beifahrer bei Bedarf aus Sicherheitsgründen. nach Aufwand Keine pauschalen Probefahrtpositionen! Zur Vermeidung von Kürzungen empfiehlt die IFL prinzipiell die Art/Bezeichnung, die technische Erforderlichkeit und die zeitliche Aufwendung entsprechend zu deklarieren. Die nebenstehenden IFL-Positionen für diverse Arten von “Probefahrten” stellen Alternativvorschläge dar und sollen erkennbar den Sinn und Zweck verschieder Arten von “Überprüfungsfahrten” erläutern. Abgestimmt auf in K&L Betrieben gängige Reparaturen, verbessern diese die Transparenz. Zuzüglich möglicher Dokumentationen verhindert die Anwendung spezifischer Positionen unnötige Diskussionen. In den Kalkulationssystemen steht den Anwendern lediglich eine Zusatzposition (Pauschal) “Probefahrt” zur Auswahl zur Verfügung.
67 Geräusche Prüffahrt Spezielle Fahrzeugbewegung kombiniert über unebene und normale Fahrbahn zur Ermittlung von Geräuschen, wie Klappern, Quietschen, Schleifen, Knarzen usw. Bei Bedarf zweiter Mitarbeiter erforderlich. 6 AW pro Auftrag / 8 AW bei zweiter Person Keine pauschalen Probefahrtpositionen! Zur Vermeidung von Kürzungen empfiehlt die IFL prinzipiell die Art/Bezeichnung, die technische Erforderlichkeit und die zeitliche Aufwendung entsprechend zu deklarieren. Die nebenstehenden IFL-Positionen für diverse Arten von “Probefahrten” stellen Alternativvorschläge dar und sollen erkennbar den Sinn und Zweck verschieder Arten von “Überprüfungsfahrten” erläutern. Abgestimmt auf in K&L Betrieben gängige Reparaturen, verbessern diese die Transparenz. Zuzüglich möglicher Dokumentationen verhindert die Anwendung spezifischer Positionen unnötige Diskussionen. In den Kalkulationssystemen steht den Anwendern lediglich eine Zusatzposition (Pauschal) “Probefahrt” zur Auswahl zur Verfügung.
68 EDV: Datenbeschaffung,
Informationsbeschaffung, Mess- und Prüfdatenbeschaffung sowie Sicherung (Lizensgebühren) auftragsbezogen)
A: Kosten für VIN-Abfrage (Audatex-DAT, Schwacke), Post/Mail-Versand (Postmaster), repair-pedia, Bilddokumentation,
B: Kosten für Zugänge zu den Fahrzeug- Hersteller-Portalen/Beschaffung von fahrzeugspezifischen technischen OEM-Reparaturinformationen
C: Lizenzgebühren für elektronische Mess- und Richtsysteme (Vorgaben der Fzg-Hersteller)
einmalig / Auftrag 35,00 Euro
69 Bearbeitungsaufwand –
ungerechtfertigte Kürzungen
Zusätzlicher, erforderlicher Aufwand für Telefonate, Schriftverkehr usw., aufgrund ungerechtfertigter Kürzungen im Bereich der Schadenkalkulation und /oder Rechnungsstellung durch zahlungspflichtige Versicherer und deren Prüforganisationen nach Aufwand / alternativ 45,82 € netto pro Vorgang Information an Kunde bei Annahme!
Kürzungen Vermeiden:
Abtreten des Schadens vor Reparaturbeginn
an DfB.
Alternativ: Fachanwalt für Verkehrsrecht nach Reparatur (ETL)
70 Scheinwerfer anlernen/kalibrieren/einstellen LED Zugang zum Steuergerät/Fahrzeug herstellen (immer in Verbindung mit Batteriestützbetrieb), Nulllinie mittels SW-Einstellgerät ermitteln und Daten an das Steuergerät übertragen (manuell). Steuergerät nimmt entsprechende Grund-Einstellungen und Justage vor. Danach Scheinwerfer einstellen und sämtliche Funktionen des Scheinwerfers überprüfen.
Siehe auch Temi 08/2016.
nach Aufwand Bilddokumentation
71 Erschwerte Rangierarbeiten A: erhöhter Rangieraufwand nach Verbringung/Abladen von nicht fahrbereiten Unfallfahrzeugen auf dem Betriebsgelände. Nicht rollbare Fahrzeuge auf “Rangierhilfen” abstellen. Fahrzeug durch Personal (meist 2-4 Personen) vom Werkstatthof in die Werkstatt schieben und ggf. zurück auf den Hof.
B: erschwerter Arbeitsplatzwechsel
nach Aufwand Bilddokumentation
72 Umfüllern von Kunststoffteilen Betrifft Anbauteile wie: Stoßfänger, Schwellerverkleidungen, Spiegel, Abdeckkappen, Türgriffe. Um den gewünschten Farbton zu erreichen, ist es zwingend notwendig, den vom Lackhersteller geforderten Füller einzusetzen, denn der Lackhersteller hat seine Farbtonrezeptur auf diesen Füller ausgearbeitet!
Siehe Temi 7/2017
Vergleichswerte aus AZT Lackstufen für Kunststoffteile (modellabhängig).
Der Aufwand ist nicht in Lackiervorbereitungs-und/oder Lackierzeiten enthalten.
Füller-Level: Die Basis für ein perfektes Lackierergebnis wird mit der Vorbehandlung durch die Auswahl des richtigen Füllerfarbtons gelegt. In den Farbtonformeln der Reparatur-lackhersteller werden deshalb auch die Füller-Color-Level angegeben. Jeder Farbtonformel ist ein Color-Level zugeordnet.
Beispiel: soll ein mit schwarzer Grundierung angeliefertes Kunststoff-Neuteil in einem hellen oder weißen Fahrzeug-Farbton lackiert werden, muss (lt. Vorgabe des jeweiligen Reparaturlackherstellers) das Kunststoffneuteil mit einem hellen/hellgrauen Füller umgefüllert werden. Die Informationen dazu erhält der Lackierfachmann nach Eingabe des Farbcodes in seinen Mischcomputer. Informationen zu Color-Füller-Level stellen die Reparaturlackanbieter in ihren Lackdatenbanken zur Verfügung. Diese können teilweise direkt aus den Schadenkalkulationssystemen aufgerufen werden.
Nachweis: über Information aus den Vorgaben der Reparaturlackhersteller und Dokumentation des Anlieferungszustandes der Neuteile.
73 Handling-, Lackier- und Materialaufwand für nicht in den Flächen der “Hauptteile” enthaltene Flächen- oder Klein-Teile Der Aufwand für das Handling (Befestigen und Bearbeiten) für z. B. diverse Abdeckkappen, PDC-Sensoren, Türgriffe, Tankdeckel usw., ist separat zu bewerten. Deren Fläche wird bei verschiedenen Lackstufen nicht in den Flächen von Hauptteilen wie Stoßfänger, Türen, Klappen, Seitenwänden berücksichtigt. Bei jeweils gleicher Lackstufe Hauptteil und Kleinteil ist laut AZT der Aufwand für das/die Kleinteil/e in der Fläche des Hauptteils enthalten. Sobald eines der Teile (Haupt- oder Kleinteil) in einer anderen Lackstufe lackiert wird, muss der Aufwand des Kleinteils zusätzlich zum Hauptteil kalkuliert und berechnet werden. Dies gilt auch bei verschiedenen Fzg-Hersteller-Lacksystemen. nach Aufwand Informationen von den Fahrzeugherstellern sind schwer, oft gar nicht zu finden. Bei Unklarheiten empfiehlt die IFL, auf das AZT-Lacksystem zu wechseln.
74 Sicherheitsmaßnahmen vor der Ofentrocknung Vor der eigentlichen Lackierung bzw. vor der forcierten Ofentrocknung muss geprüft werden, ob sich in den Fahrzeugen Gegenstände oder Materialien befinden, die durch die intensive Wärmezufuhr während der Trocknungsphase beschädigt oder zerstört werden könnten. Des Weiteren müssen ggf. vorhandene Feuerlöscher, Spraydosen, Batterien oder verderbliche Lebensmittel aus den Fahrzeugen entfernt werden (auch Tiere!). 1 AW Stand der Technik aktuell:
Ablüftzeiten/Temperaturen liegen
zwischen 10 – 30 Min. bei 20°C – 30°C
Ofentrocknung: ca. 30 Min. bei 60°C Objekttemperatur
75 Schutzvorrichtungen Sitz und Lenkradschoner, Fußmatten Schutzmaßnahmen sind erforderlich, sobald ein Fahrzeug den Werkstatt-/Lackierbereich erreicht. Zum Schutz des empfindlichen Interieurs der Fahrzeuge, werden Lenkradschoner, Sitzschoner und Fußmatten angebracht. 1 AW Vorgaben der Fahrzeughersteller zur Einhaltung von Qualitätsstandards, Vermeidung von Beschädigungen oder Verunreinigungen, Verbesserung der Kundenzufriedenheit, Vermeidung von Kundenreklamationen Allgemeine Sorgfaltspflicht der Fachbetriebe.
76 Verbringungsaufwand komplettes Fahrzeug zur Lackierung und zurück Siehe Temi 5/2017 – Zur Farbtonrecherche muss das komplette Fahrzeug zur Lackiererei verbracht werden. Es reicht keinesfalls aus, einen Tankdeckel als Musterblech zu deklarieren. Farbtonmessungen werden an dem angrenzenden Teil, welches direkt an das zu lackierende Teil grenzt (so nahe wie möglich an der Reparaturstelle) durchgeführt. Die weiteren Messungen müssen an von der Reparturstelle am weitesten entfernten Bereichen durchgeführt werden. (Vorgabe Lackhersteller = Hersteller der Messgeräte). nach Aufwand Nicht enthalten: ist der Aufwand für das mehrfache de- und montieren von Anbauteilen wie Türen , Klappen, Stoßfänger usw., zum Transport hin und zurück
77 Rüstzeit für elektronische Karosseriemesssysteme Siehe Temi 3/2017 und Temi 15/2016 – Zusätzlich zur eigentlichen Karosserievermessung fallen folgende Arbeiten an: Messsystem aufrüsten, notwendige Demontagearbeiten von Anbau-teilen, Eingabe der Fahrzeugdaten, Kalibrierung des Messystems, Montagearbeiten für demontierte Anbauteile, Messsystem abrüsten). 5 AW Nicht enthalten: zusätzlich erforderlicher De- und Montageaufwand für z.B. Verkleidungen, Abdeckungen ggf. Stoßfänger usw., um die Zugänglichkeit des Messsystems zu gewährleisten.
78 De-/Montage von Reparatur und Neuteilen zwecks Transport zur Lackierung und zurück Siehe Temi 5/2017 – Reparatur- und Neuteile, die aufgrund der örtlichen Gegebenheiten zwischen Karosserieabteilung und Lackiererei verbracht werden müssen. Diese Teile müssen nach der Instandsetzung zum Transport an die Fahrzeuge montiert und in der Lackiererei wieder demontiert und nach dem Lackieren wieder an das Fahrzeug montiert werden. nach Aufwand und Anzahl der Teile Nicht enthalten ist der Verbringungsaufwand.
79 Zusätzliche Abdeckarbeiten Kunststoffanbauteile Aufwand für Abdeckarbeiten an Kunststoffneuteilen wie z. B. Stoßfänger. Hierbei müssen zwecks Lackierung der Hauptbauteile, kunststoffverschweisste Teile, wie z. B. Grills, Abdeckungen für Nebelscheinwerfer oder Zierteile, teils aufwendig abgedeckt werden (die kunststoffverschweissten Teile können nur mechanisch vom Hauptteil entfernt, später aber nicht wieder “eingeschweißt” werden, da durch das Austrennen verarbeitungsbedingt kein Material zum “Verschweißen” mehr vorhanden ist). nach Aufwand Dokumentation: Anlieferungszustand Neuteile